Viele Betroffene nehmen Veränderungen an sich selbst wahr. Äußern sie ihre Sorge, werden die Symptome von ihrem Umfeld häufig als eine Folge von Stress und Überlastung gedeutet und als ein vorübergehendes Phänomen gesehen.

Dies führt dazu, dass die Betroffenen versuchen, die auftretenden Defizite zu verbergen und sich mit den verschiedensten Tricks behelfen. Zu jenen gehören beispielsweise die Verwendung von kleinen Notizzetteln, mehrfache Kalendereinträgen und sonstige Merkhilfen.

Häufen sich die hier angeführten Symptome, sollte eine Ärztin/ein Arzt des Vertrauens aufgesucht werden.
Das Erinnerungsvermögen lässt nach

In Gesprächen kommt es häufig zu Satz- und Fragewiederholungen. Termine werden vergessen oder verwechselt.

Suche nach Gegenständen

Gegenstände werden immer öfter an unpassenden Orten abgelegt. Eine ständige Suche und die Beschuldigung anderer Personen sind die Folgen.

Verlust des roten Fadens beim Lesen, Sprechen, Zuhören

Es werden unpassende Füllwörter verwendet, Sätze unvermittelt beendet oder Aussagen vermehrt auf Alltagsfloskeln reduziert. Die Aufmerksamkeitsspanne verkürzt sich und längeres Zuhören wird vermieden.

Tätigkeiten gehen nicht mehr leicht von der Hand

Früher problemlos erledigte Routinearbeiten können nicht mehr (fehlerfrei) eigenständig durchgeführt werden. Daher werden komplexere Aufgaben immer mehr vereinfacht, indem beispielsweise nur mehr wenige Speisen zubereitet werden oder es vermieden wird, neue Orte zu besuchen.

Orientierungsstörungen treten auf

Speziell an weniger bekannten Orten (in fremder Umgebung, im Urlaub, auf Reisen) kann es zu Problemen mit der Orientierung kommen. Das eigene Hotelzimmer wieder zu finden, kann sehr schwierig sein.

Die Kontaktfreudigkeit nimmt ab

Häufig ziehen sich Betroffene aus dem sozialen Leben zurück, wirken antriebslos und desinteressiert. Hobbys oder Vorlieben werden nicht mehr gelebt. Angehörige haben das Gefühl, dass die Person sich „hängen lässt“.

Veränderungen der Persönlichkeit

Die Stimmung und der Charakter von Menschen mit Demenz können sich verändern. Rückzug, Misstrauen, Ängstlichkeit oder Traurigkeit treten auf. Betroffene entwickeln starre Handlungsmuster bzw. Arbeitsabläufe und reagieren gereizt, wenn diese Routinen unterbrochen werden. Häufig verschlechtert sich auch das Urteilsvermögen.

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