Krankenhausaufenthalte

Informationen zur Notfallvorbereitung und zu Krankenhäusern in Ihrer Nähe.

Krankenhausaufenthalte vorbereiten

Ein Krankenhausaufenthalt ist – wie jede Ortsveränderung – für einen Menschen mit Demenz oft sehr herausfordernd und belastend.

Es ist es sinnvoll und ratsam, rechtzeitig Vorkehrungen zu treffen, damit im Ernstfall alles möglichst reibungslos funktioniert.

Legen Sie bitte eine Notfallmappe an, die Sie Ihrem Angehörigen ins Krankenhaus mitgeben bzw. die die Rettung mitnehmen kann.

Diese Infomappe sollte folgendes beinhalten:

  • eine Kopie der Vorsorgevollmacht oder eines Erwachsenvertretungsnachweises (sofern vorhanden)
  • die ausgefüllte Pflege und Betreuungsinformation
  • eine aktuelle Medikamentenliste (diese erhalten Sie von den betreuenden Ärzt/innen oder Apotheker/innen)
  • Kopien von vorhandenen Befunden und Arztbriefen von früheren Krankenhausaufenthalten
  • eine Auflistung von Allergien und Nahrungsmittelunverträglichkeiten

An der Innenseite der Eingangstür können Sie ein Schild anbringen mit den Worten: „Bitte denken Sie daran, die Notfallmappe mitzunehmen!

Bereiten Sie bitte eine Tasche für das Krankenhaus vor. Für Menschen mit Demenz sind vertraute Dinge wichtig, die ihnen ein Gefühl der Sicherheit und Geborgenheit vermitteln. Diese Tasche könnte folgende Dinge beinhalten:

  • gewohnte Lieblingskleidung (bitte keine neue Kleidung kaufen)
  • Zähne und Zahnschale
  • Hörgeräte
  • Brillen
  • ein bekannter Kopfkissenbezug oder der Lieblingspolster
  • eigener Wecker
  • Bilder von Familienmitgliedern, Enkelkindern, dem geliebten Haustier

Bitte denken Sie daran, die persönlichen Dinge zu beschriften!

Suchen Sie bitte bei einem geplanten Krankenhausaufenthalt vorab das Gespräch mit der versorgenden Station bzw. unmittelbar nach der stationären Aufnahme. Nach Möglichkeit begleiten Sie bitte Ihre/n Angehörige/n ins Krankenhaus.

Diese Themen sollten besprochen werden:

  • die Telefonnummer der Station
  • der/ die zuständige Ansprechpartner/in auf der Station
  • die Benennung der Bezugsperson, die berechtigt ist, Informationen zu erhalten (auch telefonisch), Entscheidungen zu treffen und im Notfall zur Verfügung steht
  • die Besuchszeiten
  • die Sprechzeiten der zuständigen Ärzt/innen
  • Tätigkeiten und Aufgaben, bei welchen man als Angehöriger im Krankenhausalltag unterstützend tätig werden kann/ soll (z. B. in der Pflege oder bei der Begleitung zu Untersuchungen)
  • auf eventuelle Weglauftendenzen hinweisen
  • der geplante Termin der Entlassung (Achtung: bitten Sie, dass die Bekanntgabe des Entlassungstermins ein paar Tage früher erfolgt)
  • welche organisatorischen Dinge vor und nach der Entlassung zu erledigen sind

In jedem Krankenhaus gibt es Sozialarbeiter/innen, die Ihnen dabei helfen, die Zeit nach der Entlassung zu organisieren. Sie unterstützen Sie auch bei Pflegegeldanträgen oder bei der Wahl der Pflegehilfsmittel sowie bei der Anpassung des Haushaltes an Ihre Pflegesituation.

Denken Sie bitte daran, Besuche von Familienangehörigen, Freund/innen oder Nachbar/innen zeitlich abzustimmen und gewohnte Beschäftigungsmaterialien bei längeren Aufenthalten ans Krankenbett mitzubringen.